Workshop

Grammatikalisierung vs. Lexikalisierung

wo?           Universität Konstanz, Raum V 1001 (Senatssaal)

wann?       1.-3. Februar 2001

Organisiert im Rahmen des SFB 471 „Variation und Entwicklung im Lexikon“,

Projekt B-4 (Björn Wiemer)

·      Programm (tabellarische Übersicht)

·      Programm (Teilnehmer und Themen/Abstracts)

·      Warming Up

·      Anfahrt

Auf diesem Workshop sollen nicht einfach nur diverse Referate gehalten werden, nach denen man häufig keine Gelegenheit mehr hat, wirklich „brenzlige“, strittige und ungeklärte Fragen zu diskutieren. Vielmehr soll das Augenmerk sich genau auf solche Fragen richten und anhand der zur Analyse verwendeten Daten eingehender disputiert wird. Es soll sich also um eine Begegnung handeln, bei der man sich im engen Sinne Rede und Antwort steht und seine Materialien „auf den Tisch packt“.

     Fragestellungen, die im Laufe des Workshops besprochen werden sollen, sind:

  1. Was unterscheidet Grammatikalisierung von Lexikalisierung?
  2. Grammatikalisierung als „conceptual leaps“ (Metaphern) oder als schrittweise Bedeutungsverschiebung qua Metonymie?
  3. Welcher Stellenwert kommt der Derivation (Wortbildung) in Grammatikalisierungs­prozessen zu, bzw.: gibt es auch grammatische Derivation? Wenn ja, wie entsteht sie?
  4. Welche Möglichkeiten der Erfassung von Grammatikalisierungsprozessen und ihrer Resultate (vs. Lexikalisierung) geben uns Verfahren der lexikologischen Beschreibung und der historischen Linguistik?
  5. In welchen allgemeineren Prozessen des Sprachwandels ist Grammatikalisierung eingebettet? Welche allgemeineren kognitiven und funktionalen Motive führen zur Grammatikalisierung?
  6. Welches ist die Beziehung zwischen Grammatikalisierungsforschung und Typologie?

Allgemein formuliert: Was sind „The Limits of Grammaticalization“ (um einen einschlägigen Buchtitel aufzugreifen)?

Ein zweites, mit dem Workshop verbundenes Ziel soll es sein, Vertreter verschiedener linguistischer „Unterdisziplinen“ bzw. sprachlicher Provenienz an einen Tisch zu bekommen, um so einen Gedankenaustausch zwischen Linguisten zu ermöglichen, die auf direkte Weise wohl noch nicht miteinander konfrontiert worden sind, deren Ansätze sich aber vermutlich komplementär ergänzen oder gegenseitig falsifizieren (korrigieren) könnten.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen !

·      Die Arbeitssprache ist Deutsch.

·      Fragen jeglicher Art sind zu richten an:

          Björn Wiemer

          Tel.: ++49/ 7531/ 88 -2582

          Fax: ++49/ 7531/ 88 -4007

          e-mail: Bjoern.Wiemer@uni-konstanz.de