1. Praktika in der freien Wirtschaft
Generell sind Studenten der Sprachwissenschaft in der freien Wirtschaft vor allem in den Bereichen Marketing, Werbung, Pressearbeit,
Öffentlichkeitsarbeit, PR, redaktionelle Arbeit, Übersetzung (auch maschinelle Übersetzung), Qualitätssicherung,
Telekommunikation, Sprachunterricht und Projektmanagement als Praktikanten und Arbeitnehmer gefragt. Je nach Neigung, Interessen und
Schwerpunkten des Studiums kann man aus einer recht ansehnlichen Menge von Praktika wählen. Kenntnisse in mindestens zwei europäischen
Fremdsprachen sind häufig erwünscht bzw. gefordert. Die meisten Praktika haben eine Laufzeit von 3 bis 12 Monaten. Oft werden sie
auch im europäischen und außereuropäischen Ausland und von internationalen Firmen und Stiftungen angeboten. Zudem vergeben
große Unternehmen wie Tschibo oder Deutsche Bank ständig Praktika an angehende Linguisten in den unterschiedlichsten Bereichen.
Der Career-Service der Universität
Konstanz bietet seit einiger Zeit einen allgemeinen Praktikapool an, in dem sich auch Angebote
für Linguisten finden. An einem eigenen Praktikapool des Fachbereichs Sprachwissenschaft wird im Moment noch gearbeitet.
http://www.careerservice-konstanz.de/Studierende/
Interessante und nützliche Internetadressen für den praktikumssuchenden Studenten sind außerdem:
www.studserv.de/praktika/praktikum-sprachwissenschaft.php
www.academics.de
2. Praktika im medizinischen Bereich
In neurologischen Kliniken und Rehabilitationzentren sind Praktikumsplätze für Linguisten vorhanden, die sich für
Klinische Linguistik, Neurolinguistik und Psycholinguistik interessieren. Große Klinikketten, die neurologische Rehabilitation anbieten, sind:
Die Median Kliniken, zu denen derzeit 32 Rehabilitationskliniken sowie zwei Krankenhäuser gehören. www.mediankliniken.de
Die Klinikgruppe Enzensberg, die acht Kliniken, ein Rehabilitationszentrum und ein Gesundheitszentrum in Deutschland sowie eine Klinik und ein
Rehabilitationszentrum in der Schweiz betreibt. www.enzensberg.de
Die Asklepios-Kliniken, zu denen 48 Akutkliniken, sieben Rehakliniken, sieben akutnahe Rehakliniken sowie zwölf soziale Einrichtungen gehören.
www.asklepios.com
Der BDH, der Bundesverband für
Rehabilitation und Interessenvertretung Behinderter, betreibt drei neurologische Kliniken, eine
neurologische Tagesklinik, ein neurologisches Rehabilitationszentrum, ein neurologisches
Rehabilitationszentrum für Jugendliche und ein neurologisches Therapiezentrum. www.bdh-reha.de
Bewerbungen sollten an die jeweilige Klinik (Abteilung Sprachtherapie) gerichtet werden. Es ist durchaus üblich, dies per Email zu machen.
Dokumente wie Zeugnisse o. Ä. werden meist nicht erwartet. Es genügt ein Anschreiben mit den wichtigsten persönlichen Angaben,
den Wünschen über Dauer und Zeitraum des Praktikums und ein Foto. Anfragen bezüglich Praktika in einer der Schmieder-Kliniken in
Konstanz, Allensbach, Stuttgart, Gailingen und Heidelberg können direkt an Herrn Georg Greitemann G.Greitemann@Kliniken-Schmieder.de geschickt werden.
3. Praktika an der Universität oder als Projektarbeit
Eine dritte Möglichkeit, sein Praktikum zu absolvieren, bietet sich auch an der Universität selbst. Viele Professoren und Doktoren
des Fachbereichs bieten ihren Studenten Praktika im Hause an. Diese können entweder in Form einer Projektarbeit oder als Mitarbeit an
einem Forschungsschwerpunkt absolviert werden. Für nähere Informationen solltet ihr euch an die Professoren selbst wenden, deren
Forschungsschwerpunkte euch interessieren. Natürlich ist es auch hier von Vorteil, bereits ein oder mehrere Veranstaltungen bei diesen
besucht zu haben, um eure Chancen zu erhöhen.
Vor allem im Bereich der Computerlinguistik ist es des Weiteren möglich, an einer anderen Uni (auch im Ausland) ein Projekt als
Praktikum vom heimischen Schreibtisch aus durchzuführen. Hier kann man kleinere Forschungsprojekte bearbeiten und steht dabei in ständigem
Email-Kontakt mit dem entsprechenden Institut oder der Universität.
4. Praktika im Ausland
Es gibt generell zwei Möglichkeiten für ein Auslandspraktikum: Einerseits bei Firmen und Sprachschulen und
andererseits an Universitäten und Instituten.
Eine gute erste Anlaufstelle für die Praktikasuche im Ausland ist das Auslandsreferat. Dort kann man sich auch
über Stipendien und Fahrtkostenzuschüsse erkundigen. Hier findet ihr eine Übersicht über die Möglichkeiten für
Studierende und Absolventen der Uni Konstanz:
http://www.uni-konstanz.de/international/files/2007/Gr_Uebersicht_8_07.pdf
Sprechzeiten im Auslandsreferat: Donnerstag, von 12 bis 14 Uhr in V 802
E-Mail: iaeste(at)uni-konstanz.de
Wenn man an einem ausländischem Institut oder einer Universität ein Praktikum absolvieren möchte, ist es oftmals
nötig, über einen Professor bzw. Dozenten der Universität Konstanz (oder selbstverständlich jeder anderen Universität, an der
man einen Dozenten oder Professor kennt) mit der Universität bzw. dem Institut Kontakt aufzunehmen.
Die Dublin City University (DCU) bietet z.B. unbezahlte Praktika in ihrer School of Computing an. Frau Prof. Miriam Butt ist ein Ansprechpartner für Interessierte.
Einige Forschungseinrichtungen wie das lrc - localization research centre in Limerick, Ireland bieten, unter
bestimmten Voraussetzungen, ebenfalls Praktika an. Auch hier ist es sinnvoll, sich über einen Professor der Uni Konstanz mit dem Institut in
Verbindung zu setzen (auch für das lrc ist Miriam Butt Ansprechpartnerin).
Generell sollte man sich vorher gut über die entsprechende Hochschule oder das Institut (Forschungsschwerpunkte, Projekte,
etc.) informiert haben und auch schon Ideen für ein Projekt mitbringen. Damit erhöht man in jedem Fall seine Chancen auf einen Praktikumsplatz.
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