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Universität Konstanz
Fachbereich Sprachwissenschaft
SFB 471 - Project A21: Morphological Variation and Change

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Morphologische Variation und Wandel

Fachgebiete und Arbeitsrichtung:

Linguistik, Romanistik: Morphologie, Phonologie

Leiter/in:

  • Schwarze, Christoph E-Mail

  • Lahiri, Aditi (bis 31.10. 2007)

    Zusammenfassung

    A common maxim is that morphological change is caused by sound change, after which analogy may rebuild morphological structure which has been impaired by sound change, and that analogy crucially affects paradigms. It is, however, not clear to which extent paradigms may be hypothesized as being mental representations, how they are organized, how they are related to other principles of lexical organization, such as morphological constituency in derivational morphology. The project will address these questions by examining relevant diachronic facts under the assumption that there is no a priori contradiction between paradigms and morphological constituency. Current representational (or exponency) conceptions of morphological theory will therefore be critically evaluated. Given that morphological exponents and their phonological forms are intimately connected, the project crucially emphasizes the interface of morphology and phonology.

    Deutsche Zusammenfassung

    Eine häufig geäußerte Annahme besagt, dass morphologischer Wandel durch Lautwandel hervorgebracht wird, und dass in der Folge Prozesse des analogischen Ausgleichs jene abstrakte Ordnung rekonstruieren, die durch Lautwandel zerstört wurde. Analogischer Ausgleich, so wird dabei angenommen, vollzieht sich über morphologischen Paradigmen. Unklar ist jedoch, inwieweit paradigmatische Strukturen als Prinzipien der mentalen Repräsentation gelten können, wie sie aufgebaut sind, und in welcher Relation sie zu anderen Prinzipien der lexikalischen Organisation stehen, z.B. zur Zerlegung morphologisch komplexer Formen in von der Derivationsmorphologie postulierte Konstituenten. Dies sind die Fragen, welche in diesem Projekt auf der Basis relevanter diachroner Daten aus den romanischen Sprachen untersucht werden sollen. Die Grundannahme ist, dass es keinen apriorischen Widerspruch zwischen paradigmatischen Strukturen und morphologischer Konstituenz gibt; daher werden solche aktuellen morphologischen Theorien einer kritischen Evaluation unterzogen, die von ‘exponenzbasierten’, d.h. struktur- und konstituenzlosen, morphologischen Repräsentationen ausgehen. Da morphologische ‘Bezeichnete’ oder morphologische ‘Bedeutungen’ und ihre phonologische Form untrennbar miteinander verknüpft sind, bildet die Schnittstelle zwischen Phonologie und Morphologie einen zentralen Untersuchungsgegenstand des Projektes.

    Full Application Text 2003
    Full Application Text 2006

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    letztes Update: 16.04.2008
    by Webmaster